Wer kennt es nicht: Das Bücherregal wird immer voller, doch manchmal wir nur ein Bruchteil davon wirklich gelesen. Vor allem, wenn es sich um Ratgeberliteratur oder Sachbücher handelt. Es wird gestöbert und bei Bedarf nachgeschlagen. Zumindest ergeht es uns so.
Oft fiel der Satz: „Wir haben so tolle Bücher in unseren Regalen, wir sollten sie auch alle mal gelesen haben, bevor wieder Neues hinzukommt.“
Dies hallte nach und so kam es für Barbara zur Jahres-Challenge 2025:
12 Monate, 12 Bücher: eine Reise durch das eigene Regal
Bedingung Nr. 1: Das Buch muss komplett von vorne bis hinten durchgelesen werden. Auch wenn es mal den Eindruck erwecken sollte: „Es ist so gar nicht mein Fall.“ Denn wir sind der Meinung, alle Bücher die jetzt noch bei uns sind, gekauft, getauscht oder geschenkt bekommen, haben eine Sinn und Nutzen für uns.
Bedingung Nr. 2: In der Zeit keine neuen Bücher anschaffen. Dies regelte sich mit der Zeit jedoch von selbst. Es ging gut voran und die Freude am Lesen wuchs. So durften zur Belohnung und Abwechslung auch ab und an wieder ein neues Buch einziehen und zur Hand genommen werden.
Intuition und das Losglück: Der Weg zum nächsten Buch
Die Auswahl der Bücher erfolgte intuitiv. Gewählt wurde, was den Blick auf sich zog. Die Titel wurden auf Zettel geschrieben und in ein Gefäß gegeben. Bereit, nach und nach gezogen zu werden. Jedes Mal die freudige Erwartung, welches Buch wohl als nächstes an der Reihe war. Je mehr Monate vergingen, hatte man auch schon fast wieder vergessen, welche Bücher ausgewählt worden waren. Dies hielt die Spannung und Begeisterung hoch. Immer wieder diese kleine Überraschung über das ganze Jahr verteilt. Die Übergänge der Bücher fügten sich auch perfekt ineinander, es schien, dass immer das Passende für den Moment kam.
Am 19. November schloss sich das letzte Buch der Challenge. Gefühle der Zufriedenheit, Besonnenheit und Nachdenklichkeit erfüllten den Moment, während die vergangenen Lesestunden noch einmal Revue passierten.
Lesereise: eine bereichernde Gewohnheit
Dranzubleiben, Büchern eine Chance geben, auch wenn nicht immer alles zu 100% stimmig für einen ist, lehrt eine Offenheit. Versuchen wertfrei zu bleiben. Einfach zu beobachten – was macht das Geschriebene mit einem. Wenn Unruhe aufkam, wieso? Was sind die Gedanken dazu?!
Es war zudem schön zu sehen, wie man andere anstecken und motivieren kann, indem man selbst beginnt und ins Handeln kommt. Denn auch Wolfgang fand Interesse an der Sache und begann mit dem Lesen der Bücher. Man erkennt, dass sich die Freude am Lesen durch Fokus, Kontinuität und Ausdauer regelrecht trainieren lässt – etwas, was sich nicht nur aufs Lesen bezieht.
Aus anfänglichen Schwierigkeiten wurde schließlich Leichtigkeit und die Freude sowie Neugier am lesen weiterer Bücher ist gewachsen.
Neue Kapitel: Kontinuität und das vertiefende Studium
Was für das nächste Jahr ansteht?
In dieser Hinsicht nichts Bestimmtes – außer: weiterzumachen. Unter den Titeln befinden sich Bücher, die in gewissen Abständen immer wieder gelesen werden wollen. Werke, die einen einladen ins Selbststudium zu gehen, die Inhalte zu vertiefen und mit ihnen zu arbeiten – wahre Lehrbücher, die einen noch länger begleiten werden.
Nicht zu vergessen: die weiteren Schätze in unseren Regalen, die noch darauf warten entdeckt zu werden.


